Zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen …

Stolz und weiterherum sichtbar steht die Vorburg über Oberurnen. Damit das so bleibt, treffen sich Freiwillige und Mitglieder des Vereins Pro Vorburg mindestens einmal pro Jahr, um die wichtigen Umgebungsarbeiten zu machen.



Zuerst die Arbeit (Bilder zvg)
Zuerst die Arbeit (Bilder zvg)

Bereits ab dem frühen Morgen säuberten die freiwilligen Helferinnen und Helfer den Zugangsweg, reuteten die Umgebung rund um die Burg und waren besorgt, dass die Beige wieder mit Holzscheitern aufgefüllt wurde. Das Kochteam hackte in der Zwischenzeit Zwiebeln, bis die Augen tränten, schälte Kartoffeln und schnitt die fachmännisch entkernten Peperoni in dünne Streifen. Und bald einmal, die Umgebungsarbeiten waren beinahe abgeschlossen, köchelte ein würziges Gulasch auf dem Feuer vor sich hin.

Vor dem Genuss dieses leckeren Burgenmenüs durften sich die Anwesenden zurücklehnen und den Ausführungen von Davide Martella zuhören. Er hatte für sein Abschlussprojekt an der Sekundarschule die Vorburg massstabsgetreu nachgebaut und dieses Modell mitgebracht. So konnten die Gäste die detailgetreue Vorburg im Massstab 1:100 bestaunen, und zwar einmal, wie sie wohl im Jahr 1300 ausgesehen hat und einmal so, wie sie jetzt aussieht. Rund 80 Stunden Arbeit hat der Mittelschüler in seine Arbeit investiert, und dabei sehr viel gelernt über die bedeutendsten Burganlage im Kanton Glarus und den Modellbau.

Nach den sehr interessanten Ausführungen genossen die Anwesenden das leckere Gulasch bei einem Glas Wein und spannenden Gesprächen. Das Burgfest ist zugleich der Jahresabschluss des Gönnervereins «Pro Vorburg», welcher sich unter anderem um den Erhalt und eine sanfte Nutzung der Vorburg kümmert.