Die letzten Wettkämpfe der Luftgewehrsaison wurden eingeläutet und die Schweizer Schützenelite reiste wie jedes Jahr nach Bern zu den Gruppenmeisterschafts- und Verbandsmatch Finals. Den definitiven Abschluss machen dann die Einzelschweizermeisterschaften vom 27. Februar bis 1. März.
Falsche Mischung
Klaus Honold hätte vier Gruppen an die Finals schicken können. Die Nachwuchsgruppe musste wegen eines Verletzungsausfalls zurückgezogen werden, womit die beiden Nachwuchscracks Corinne Jöhl und Lio Wickihalder bei der Elite mittaten. Mit den beiden Landolt Geschwister setzte Honold die Karte auf Sieg – nur hat sich der Coach dieses Mal verzockt. Während Jöhl und Wickihalder mit 414,8 und 410,4 Punkten ablieferten, blieben die Landolt's weit unter ihren Möglichkeiten. Gina Landolt (403,3) und Tim Landolt (396,1) konnten nicht reüssieren. Mit 1624,6 Ringen rangierte sich Glarnerland 1 auf dem enttäuschenden 16. Rang. Für den Finaleinzug fehlten dem Quartett 16,5 Zähler. Überraschend hingegen war der Auftritt von Glarnerland 2. Die zweite Equipe lag nur 1.3 Punkte hinter ihren Vereinskameraden auf Rang 17. Silvan Lendi (412,1), Andreas Stüssi (407,1), Mischa Armati (402,2) und Sandra Monney (401,9) schlugen sich sehr gut. Für Glarnerland 3 mit René Müller, Jürg Fischli, Martin Tremp und Melanie Ricci resultierte der 55. Rang.
Silber am Verbandsmatch
Noch im Vorjahr war eine Medaille ausser Reichweite. Diese Saison sollte dies nicht mehr der Fall sein. Beim Verbandsmatch müssen die Verbände aufgrund ihrer Mitgliederzahl mehr oder weniger Schützen für den Final aufbieten. Wenn es den vier Glarnerinnen und Glarnern gut läuft, stehen die Chancen auf einen Podestplatz jeweils gut. Ist dies aber nur bei einem der Vierer Truppe nicht der Fall, so entschwinden jeweils jegliche Hoffnungen auf Edelmetall. Diese Sorge war dieses Jahr unbegründet. Auch beim Verbandsmatch waren es wieder die Nachwuchsschützen, die mit ihren Resultaten gar bei der Elite glänzten. Corinne Jöhl brillierte mit 623,8 Punkten. In nichts stand ihr Nationalmannschaftsschütze Lio Wickihalder nach (623,5). Dass es mit diesem Duo aber noch nicht getan ist, wussten auch Silvan Lendi und Gina Landolt. Letztere rehabilitierte sich vom Vortag und schoss mit 620,0 Punkten ebenfalls ein top Ergebnis. Es sei jedoch harte Arbeit gewesen, bilanzierte die Präsidentin der Sportschützen Glarnerland nach dem Wettkampf. Silvan Lendi rundete das Ergebnis von 621,2 Durchschnittspunkten mit ebenfalls starken 617,4 Ringen ab. Nur gerade Solothurn konnte sich mit sieben Zehntel Vorsprung vor das überragende Glarner Quartett schiessen. Die Bronzemedaille ging an die Ostschweiz mit 620,4 Punkten.




