Zum 24. Mal Real Dixieland Jazz in Schwanden

Bereits zum 24. Mal waren die Jazz Point Dixielandband am Samstag im Gemeindezentrum in Schwanden mit ihrem Programm zu Besuch.



Der Saal im Gemeindezentrum von Schwanden war praktisch bis auf den letzten Platz ausverkauft und die verantwortlichen Organisatoren des Kulturbetriebs «Gemeindestube Schwanden» sahen sich in ihrem Tun darin positiv bestätigt, den traditionellen Dixieland-Jazzabend mit der Jazz Point Dixieland & Swingband» einmal mehr als wichtigen Fixpunkt ins laufende Saison-Programm aufgenommen zu haben.

Musikalische Präzision ohne Korsett


Die sechs Musiker der Band pflegen zwar eher den alten Jazz im kernigen New Orleans- sowie Chicago-Stil, und stellen so gesehen auch nicht mehr ganz die junge Musiker-Generation dar, ansonsten sie sich in der Logik der Sache nämlich dem derzeit trendigeren Hip-Hop verschrieben hätten. Gemeint sind damit Edy Kieser, Hans Brunner, Markus Hächler, Jimmy Wettach, Matthias Jenny und neu Richard Lippec, welche zwar in «jazziger» Hinsicht mehr als nur jung geblieben sind, dennoch das Teenager-Alter längst hinter sich gelassen haben. Auf der Bühne wirkten die fünf gestandenen Männer trotzdem musikalisch erfrischend, ausserordentlich präzise und nicht zuletzt instrumentaltechnisch gesehen absolut auf der Höhe der Zeit. Dabei hatte man nie das Gefühl, dass sie sich von der Vorgabe der Musiknoten irgendwie hätten einengen lassen, denn die einzelnen Musikstücke waren nicht nur gefühlsvoll arrangiert, sondern zeigten sich typisch für diese Art des Musikmachens trotz aller Präzision locker und befreiend.

«Petite Fleur» einer der Höhepunkte


Nachdem Igor Celko, der viele Jahre erfolgreich in der Band spielte in sein Heimatland zurückkehrte, konnte mit Richard Lippec ein würdiger Nachfolger gefunden werden. Der in Polen geborenen Lippec lebt seit 1977 in der Schweiz und ist Berufsmusiker und Musikpädagoge. Virtuos spielt er das Saxofon und die Klarinette und ist auch bereit Verantwortung zu übernehmen. Mit ihm hat die Band den Stil gekonnt und erfolgreich leicht verändert, ist aber dem traditionellen Dixieland treu geblieben. Mit seinem Solo «Petite Fleur», dem wohl bekanntesten Stücke von Sidney Bechet, gab er an diesem Samstagabend eine feine Kostprobe seines grossen Könnens auf dem Saxofon.

Verwöhnt wurden die vielen Gäste vor Beginn des Konzertes mit einem ausgezeichneten Risotto aus der Küche der Männerriege Schwanden. Bei der Verabschiedung durch den Präsidenten der Gemeindestube Schwanden, Paul Aebli, wurde bereits das Datum des 25. Konzertes mit der Jazz Point Band in Schwanden vereinbart. Gefeiert wird am 16. Januar 2016. Reservationen können bereits heute vorgenommen werden, erklärte Bandleader Matthias Jenny lächelnd.