Zurück zu den Wurzeln der Abstraktion

Derzeit sind im Museum Weesen abstrakte Collagen von Felix Grossenbacher ausgestellt. Der Bildervortrag vom 11. Februar verfolgt die Spur zurück zu den Anfängen der Abstraktion, eines Gestaltungsprinzips, das nach 1910 die moderne Kunst revolutionierte.



Die abstrakten, farbenfrohen, quicklebendigen Werke von Felix Grossenbacher leuchten von den Wänden im Museum Weesen. Er ist mit der Kunstgeschichte und der Kunst eng vertraut. Im Gespräch erwähnt er immer wieder seine Inspirationsquellen. Es sind Künstlerinnen und Künstler, die ihn mit ihren abstrakten oder ungegenständlichen Gestaltungskonzepten angeregt haben. Diese Vorbilder sind der Auslöser des am 11. Februar im Museum Weesen stattfindenden Bildervortrags «Wie die moderne Kunst die Abstraktion erfand». Referent ist Stefan Paradowski, Kunsthistoriker und Kurator der laufenden Ausstellung.

Begründer der neuen Kunstrichtung


Zu den massgeblichen Begründern der neuen Kunstrichtung können vier Persönlichkeiten gezählt werden. Die wohl berühmtesten Exponenten der reinen Abstraktion sind der Moskauer Wassily Kandinsky und der Holländer Piet Mondrian. Der Dritte im Bund ist der Kiewer Kasimir Malewitsch: Man kennt ihn vor allem wegen eines bestimmten Werkes, des schwarzen Quadrates, einer Ikone der modernen Malerei. Der Vierte in dieser Gruppe ist der Italiener Filippo Tomaso Marinetti: Er ist kein bildender Künstler, aber ein herausragender Agitator und Mentor der neuen Kunst. Diese Pioniere finden in der Zeit nach 1910 weitgehend unabhängig voneinander zur reinen abstrakten Gestaltung. Und bei allen vier führt der ästhetische Transformationsprozess von der Gegenständlichkeit zur Ungegenständlichkeit über Paris.

«Wie die moderne Kunst die Abstraktion erfand»: Bildervortrag von Stefan Paradowski, Samstag, 11. Februar, 17.00 Uhr, Museum Weesen