Zuverlässige Stromversorgung für die Bevölkerung und die Wirtschaft

In der gestrigen Medienorientierung informierten die Axpo Holding AG, SN Energie Schwanden und die Technische Betriebe Glarus über die Modernisierung ihrer Netzanlagen im Kanton Glarus. Mit gemeinsam abgestimmten Massnahmen soll die Stromversorgung in der Region Glarus-Schwanden für die Bevölkerung und Wirtschaft nachhaltig gestärkt und die Landschaft grossflächig entlastet werden.



Nach der freundlichen und charmanten Begrüssung durch Axpo-Mediensprecherin Monika Müller und Peter Moos, Leiter Operatives Asset Management bei der Axpo, wurden die lokalen Medienvertreter auf einen Rundgang durch das Labyrinth des Kraftwerks am Löntsch geführt. Treppensteigen nach dem Motto «Stägeli uuf, Stägeli ab» war angesagt, und gar mancher aus der schreibenden Zunft kam ordentlich ins Schwitzen. Entschädigt wurden die Medienverteter durch die Informationen des Experten Moos, der über die geplanten Massnahmen eingehend informierte und anstehende Fragen rund um die Modernisierung der Netzanlagen des Unterwerks Löntsch kompetent und sachkundig beantwortete.

Gemeinsam die Stromversorgung stärken

SN Energie und Axpo modernisieren die Netzanlagen im Raum Glarus-Schwanden bis ins Jahr 2025. Damit stellen sie gemeinsam eine nachhaltige und sichere Stromversorgung für die Bevölkerung und Wirtschaft in Zukunft sicher. Die Modernisierung umfasst neue Schaltanlagen und Transformatoren in den Unterwerken Löntsch und Schwanden; den Rückbau der Freischaltanlage im Unterwerk Löntsch, die teilweise Verkabelung der Hoch- und Mittelspannungsleitungen ab dem Unterwerk Löntsch in Richtung Unterwerk Schwanden und der Gemeinde Glarus sowie die Erhöhung der Betriebsspannung von 50 auf 110 kV.

Modernisiertes Kraftwerk Löntsch als Knoten- und Schaltpunkt

Zur Verbindung von Leitungen und dem Anschluss des Wasserkraftwerks am Löntsch zur Energieableitung dient das Unterwerk Löntsch als Knoten- du Schaltpunkt. Im Unterwerk wird die elektrische Energie mittels Transformatoren von der Hochspannungsebene (50 bzw. 110 kV) in die Mittelspannungsebene (16 kV) umgewandelt und von dort mit Mittelspannungsleitungen im Raum Glarus durch tb. glarus feiner verteilt. In Ortstransformatoren wird die Mittelspannung auf die Niederspannungsebene (400 bzw. 230 V) umgewandelt und gelangt so zu den Haushalten und Betrieben.

Gasisolierte Schaltanlage im Gebäude

Schaltanlagen verbinden Leitungen und Transformatoren. Sie ermöglichen deren Zu- und Abschaltung. Sie erfordern ein Isolationsmedium, das die Bauteile elektrisch isoliert. Bei der bisherigen 50-kV-Freiluftschaltanlage oberhalb des Kraftwerkes am Löntsch ist das Isolationsmedium Luft. Da Luft kein gutes Isolationsmedium ist, sind grosse Isolationsabstände und dadurch viel Platz erforderlich. Die neue gasisolierte 110(50)-kV-Schaltanlage wird in der ehemaligen Zentrale des Kraftwerks am Löntsch aufgebaut. Das anstelle von Luft verwendete Isoliergas erlaubt kleinere Isolationsabstände und somit eine kompakte Bauweise der Schaltanlage. Nach Inbetriebnahme der Schalteranlage wir die bestehende luftisolierte Anlage und das dazugehörende Gebäude zurückgebaut.

Weniger Strommasten im Raum Glarus

Axpo und SN Energie nutzen Synergien: Die 110-kV-Leitung und die 16-kV-Leitungen werden ab dem Unterwerk Löntsch in einer gemeinsamen Rohranlage gebündelt. Es werden drei Freileitungen mit 42 Masten entfernt. Dies führt zu einer deutlichen Entlastung der Landschaft. Axpo baut ihr bestehendes überregionales Verteilnetz sukzessive für den Betrieb von 50 auf 110 kV zur Erhöhung der Übertragungskapazität um. Das erneuerte Unterwerk Löntsch geht mit 50-kV in Betrieb und wird voraussichtlich im Jahr 2025 auf 110 kV umgestellt. Gleichzeitig erneuert SN Energie das Unterwerk Schwanden, damit dieses im Jahr 2025 für den 110-kV-Betrieb bereit ist.