Zwangspause auch bei den Sportschützen

Von der Corona-Pandemie sind die Sportschützen Glarnerland wie auch die übrige Schützenszene nicht ausgeschlossen. Der Saisonstart verzögert sich.



Normalerweise … Ja, was ist in der momentanen Zeit, in der die Uhren anders ticken, schon normal? Eigentlich nicht viel. Während das Gesundheitspersonal weltweit gegen das Virus kämpft, die Wirtschaft zum grossen Teil und in gewissen Ländern komplett zum Erliegen kam, steht auch die Sportwelt still. Hallenbäder, Turnhallen, Fussballplätze, Trainings- und Ausbildungszentren geschlossen, Schiessanlagen noch im Winterschlaf. Die Liste von abgesagten und verschobenen Anlässen und Wettkämpfen liest sich wie ein Roman. Ein Szenario, das sich beim Jahreswechsel und der Saisonplanung niemand gedacht hätte.    

Saisonhöhepunkt ungewiss

Normalerweise, ja eben normalerweise, würden im Schneisingen in Näfels die Sportschützen Glarnerland sich bereits auf das Eidgenössische Schützenfest 2020 in Luzern vorbereiten. Nahtlos steigen die Luftgewehrschützen von der Indoorsaison jeweils auf das Kleinkalibergewehr um. Doch eben, diese Saison dürfte in den Geschichtsbüchern einen besonderen Platz finden. Einige hartgesottene Schützen hatten sich vor dem Ausbruch der Pandemie bereits in den Stand, welcher mittlerweile mit einem neuen Dach glänzt, gewagt. Seit dem Lockdown herrscht aber auch in Näfels Stille – zumindest bis am 31. Mai. Der Schweizer Schiesssportverband hat das Schiessverbot und alle Vereinsaktivitäten bis Ende Mai eingestellt. Die diesjährige Durchführung des vom 12. Juni bis 12. Juli in Luzern stattfindenden Eidgenössischen Schützenfests steht genauso auf wackligen Beinen, wie auch sämtliche Meisterschaften, Jungschützenkurse und Volkswettschiessenanlässe. 

Durchhaltewillen und Einsicht

Solange die Ungewissheit über die Dauer der Auszeit herrscht, kommunizieren die Sportschützen Glarnerland keine Ersatzdaten für das Volkswettschiessen. Für alle heisst es nun in dieser Ausnahmesituation durchzuhalten und sich an die Vorgaben des Bundes und der Kantone zu halten. Gemeinsam wird auch diese Situation gemeistert und wenn die Zeit reif ist, mit Elan und Tatendrang die verkürzte Saison in Angriff genommen. Bis dahin vertreiben sich die Mitglieder der Sportschützen Glarnerland individuell ihre Zeit. Jeder bereitet sich auf seine eigene Art und Weise auf die Saison 2020 vor. Hebed Sorg und bliibed dihei.