Im eigenwillig gestalteten Programm mit der rein arithmetischen Ankündigung, die Aufzählung reduzierte sich von Zwanzig auf Eins, waren Werke und die Namen der virtuos und einfallsreich aufspielenden Pianisten aufgeführt. Diese Verknüpfung weckte Neugierde und Anteilnahme – der Bohlensaal war jedenfalls gut besetzt, als Fridolin Hauser, alias Osterhazy im Auftrag des «kulturforums brandluft» mit gewohnt launigen Worten begrüsste, Historisches zur Namengebung und dem Tolderhaus einflocht und grad noch auf ein Konzert im kommenden Jahr mit den gleichen Interpreten derart verpflichtend hinwies, dass ein «Nein» kaum mehr möglich war. Mit Werken von Carl Maria von Weber (1786–1816), Antonin Dvoràk (1841–1904), Franz Schubert (1797–1828) und Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791) waren Kompositionen angekündigt, die ein spannendes Begegnen versprachen. Es wurden mit Ausnahme der Sonate KV 521 in C-Dur von Mozart, einzelne Sätze aus verschiedenen Kompositionen gespielt, was an die Interpretierenden hohe Anforderungen stellte, für die begeistert Hinhörenden (einige klatschten sogar nach jedem gespielten Satz, was zuweilen arg stört) viel Abwechslung bescherte. Sportorientiert würde man bei Niklaus Stengele und Stefan Zindel von einem eingespielten, in allem abgestimmten Team sprechen. Warum nicht auch musikbezogen?
Die beiden Musiker dosierten Tempi und Dynamik in gar kluger Weise, setzten damit spannende Akzente. Sie entführten in eine Klangwelt, die mit Sturm und Drang, gar Lieblichem, mit Leichtigkeit, Sehnen, Verharren, Dahinträumen, elegantem Tanz, hurtigem Enteilen, dann auch mit Wucht, gebieterischer Klarheit und zuweilen grosser innerer Ruhe erfüllt war. Meisterlich, mit bestechender Virtuosität und mit den wie im Programm angekündigten zwanzig Fingern wurde interpretiert. Da haben sich zwei Pianisten zusammengefunden, die sich hervorragend ergänzen mit hoher Konzentration und beneidenswerten Fertigkeiten ausgestalten und damit zu einem erfüllenden Begegnen führten, das mit der erklatschten Zugabe (Kalif von Bagdad von Boieldieu) einen fulminanten, ebenso kraftvollen wie eleganten Abschluss fand.
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