«Post-Postfossil»: Textilien als Zeitzeichen
Daniela Zimmermann kreiert für den Landesplattenberg Engi «post-postfossile» Textilien. Ihre Arbeiten erzählen alte und neue Geschichten vom Schieferbergwerk und laden dazu ein, das nicht Offensichtliche zu entdecken. «Schiefer ist komprimierte Erdzeit. Textil ist komprimierte Lebenszeit», so die Künstlerin. In ihren Entwürfen verbindet sie erdgeschichtliche Reflexion mit Fragen zu endlichen Ressourcen, Biodiversität und möglichen Zukünften jenseits fossiler Rohstoffe. Zimmermann lehrt als Dozentin an der Hochschule Luzern nachhaltige Designpraxis im Bachelor Textildesign und leitet im Master den Major Design.
«Bergersatz»: Fotografie als Spurensuche im Negativ des Berges
Fridolin Walcher beschreibt den Landesplattenberg als «Negativ eines Berges» – eine von Menschenhand geschaffene Skulptur aus Stein im Dunkel. Mit seiner Kamera begibt er sich auf eine Spurensuche der Arbeit der Plattenberger, die einst im Schein kleiner Karbidlampen arbeiteten. Das Schwarz des Schiefers übersetzt er in Drucke mit Kohle-Pigmenten auf Innova Paper. Den Titel «Bergersatz» entlehnt er dem Sprachgebrauch der Plattenberger, die damit gebrochene Abfallplatten bezeichneten, die sie im Berg wieder aufschichteten. Walcher, geboren und aufgewachsen im Glarnerland, dokumentiert in seinen Arbeiten und Sozialreportagen die Veränderungen unserer kleinen und grossen Welten – von der Gletscherschmelze in den Glarner Alpen bis nach Grönland. Er betreibt ein öffentlich zugängliches Bilderlager in Linthal und ist Mitbegründer des BSINTI in Braunwald sowie des Fotografenkollektivs LUNAX.
Künstlerische Werkaufträge der Stiftung Landesplattenberg
Daniela Zimmermann und Fridolin Walcher erhielten von der Stiftung Landesplattenberg je einen künstlerischen Werkauftrag respektive Designauftrag, sich dem Berg in ihren eigenen Intentionen und Bildsprachen zu nähern. Das Projekt wird realisiert in Zusammenarbeit mit dem Migros-Kulturprozent.
Vernissage und Rahmenprogramm
Die Vernissage findet am Freitag, 25. September 2026, von 18.00 bis 19.30 Uhr in der Landesbibliothek Glarus statt. Zum Rahmenprogramm im Soldenhoffsaal gehören musikalische Beiträge des Glarner Musikers Martin Lehmann, eine Begrüssung durch VISIT Glarnerland sowie Präsentationen der künstlerischen Arbeiten durch Daniela Zimmermann und Fridolin Walcher und einer Würdigung der Arbeiten durch die Stiftung Landesplattenberg. Im Anschluss sind alle Gäste zu einem Apéro und zur Ausstellungsbesichtigung in den Räumlichkeiten der Landesbibliothek eingeladen.
Ausstellungsdauer und Öffnungszeiten
Die Ausstellung «Zwei künstlerische Resonanzen aus dem Landesplattenberg» ist dann im Anschluss ab 26. September bis 3. Oktober 2026 täglich während der Öffnungszeiten der Landesbibliothek Glarus zugänglich.







