Zwei Persönlichkeiten die das kulturelle Leben im Kanton massgebend mitgeprägt haben

In der Hilariuskirche in Näfels wurden Dr. Jürg Davatz und Dr. Hans Laupper an einer feierlichen Veranstaltung mit dem Glarner Kulturpreis des Jahres 2007 ausgezeichnet.



Die Preisträger Dr
Die Preisträger Dr

Mit ganz speziellen Klängen aus Alphorn, Hackbrett und Xylophon wurden am vergangenen Donnerstagnachmittag die zahlreichen Besucherinnen und Besucher in der Pfarrkirche Näfels musikalisch in die Verleihung des Glarner Kulturpreises 2007 eingestimmt. Mt dem Kulturpreis 2007 wurden zwei Persönlichkeiten ausgezeichnet, die in ihren kantonalen Ämtern über 30 Jahre das kulturelle Leben im Kanton massgebend mitgeprägt hätten.

Preisträger Dr. Jürg Davaz

Fridolin Beglinger, Präsident des Glarner Heimatschutzes, würdigte als ersten Preisträger Dr. Jürg Davatz. Nach ein paar persönlichen Daten sprach er vom reichhaltigen Wirken von Davatz; die Bereiche Glarner Kunstgeschichte und Denkmalpflege, den Freulerpalast und das Museum des Landes Glarus. Beglinger nannte den «Kunstführer Glarus» als erste Publikation aus der Kunstdenkmäler-Inventarisation. Mit subtilem Sachverstand widmete sich Davatz als Berater der denkmalpflegerischen Aufgabe bei der Renovation der Hilariuskirche in Näfels, und Jahre später trug er die Verantwortung für die richtige Farbgebung bei der Stadtkirche in Glarus. Während 27 Jahren arbeitete der Preisträger als teilzeitlicher Leiter des Museums des Landes Glarus im Freulerpalast. «In dieser Zeit erfolgten die Gesamtrestaurierung des Freulerpalastes, die vollständige Neugestaltung des Museums und die Durchführung jährlicher, thematisch breit abgestützter Wechselausstellungen“, führte Beglinger weiter aus. Während 30 Jahren arbeitete Davatz unentgeltlich in der Stiftung Pro Mollis mit, wo er als Historiker und Kunsthistoriker für Altbauten und das Ortsbild eine wichtige Aufgabe erfüllte. Beglinger weiter. «Streitkultur war nie gefragt, sondern Kultur ohne Streit.“

Preisträger Dr. Hans Laupper


Dr. Walter Lendi, ehemaliger Leiter Amt für Kultur des Kantons St. Gallen, würdigte das Wirken von Dr. Hans Laupper und erinnerte an die gemeinsame Studienzeit an der Universität Freiburg. «Die Wahl von Hans Laupper zum Leiter des Landesarchivs und der Landesbibliothek des Kantons Glarus im Jahr 1969 erschien auf dem Hintergrund seiner Studienleistungen eine logische Konsequenz.» Er schuf ab 1980, zusammen mit der Museumskommission, das Konzept für die Erneuerung des Museums des Landes Glarus, und insbesondere ist unter seiner Führung das Textilmuseum im Freulerpalast realisiert worden. «Angesichts so umfangreicher Aufgaben auf den Gebieten der Denkmalpflege und des Museumswesen versetzt uns in Erstaunen, dass Hans Laupper zur gleichen Zeit auch die Landesbibliothek und das Landesarchiv zeitgemäss umgestaltet hat.» So fanden zu seiner Amtszeit die «Blumersche Kartensammlung» sowie die Geographiebibliothek von Professor Arthur Dürst den Weg in die Bibliothek. Abschliessend wies der Redner auf die respektable Schriftenliste von Laupper hin und auf seine Einsitznahme und Führungsaufgaben in verschiedenen Gremien und Kommissionen.

Feierliche Veranstaltung


Regierungsrat Jakob Kamm zitierte nach den beiden Reden den Beschluss des Regierungsrates und überreichte sodann Jürg Davatz und Hand Laupper den Kulturpreis 2007. Beide Geehrten verdankten schliesslich die hohe Auszeichnung und wiesen auch auf jene Personen hin, die ihnen in ihren Aufgabenbereichen stets Unterstützung gewährten..