Zwei Unverwüstliche beenden Triathlonsaison

Mit dem Locarno-Triathlon beenden viele Sportlerinnen und Sportler ihre Triathlon-Saison. Über 10 Jahre schon bestreiten die zwei Schulfreunde Rolf Kohler, Netstal und Andi Colella, Linthal, zusammen Triathlonwettkämpfe. Während Colella als erfolgreicher Läufer zum Triathlon stiess, bestreitet Kohler seit 1989 Wettkämpfe in dieser Ausdauer gefragten Sportart.



Auch wenn die beiden früher die gleiche Schule besuchten, jetzt die gleichen Wettkampfdistanzen bestreiten, so verschieden sind ihre Voraussetzungen. Rolf Kohler lebt seit bald 20 Jahren ohne eigene Nieren. Infolge einer Krankheit mit nachfolgender grosser Medikamenteneinnahme, versagten seine Nieren und wurden durch eine Spenderniere ersetzt. Das hindert Kohler nicht daran, jährlich bis zu acht Triathlon zu bestreiten. Andi lässt es sich nicht nehmen, neben dem Triathlon noch Langstreckenläufe zu bestreiten. Sei dies der Marathon in Luzern oder Zürich, Strassenläufe in der Schweiz und in Italien und alle mit hervorragenden Leistungen. Da wurden auch schon mehr als drei Marathon-Wettkämpfe pro Jahr bestritten und über 10 Strassenläufe. Sein Körper zeigt nun auch Reaktionen und der Arzt muss auch vermehrt besucht werden. So finden sich heute zwei Schulfreunde an gemeinsamen Wettkämpfen wieder und finden Spass am Meistern ihrer Schicksale. Gemeinsam reisten sie zum Jahresabschluss des Triathlons nach Locarno. 

Andi bestritt heuer den 70,3 Triathlon (halbe Ironman-Länge) von Heilbronn, seine Zeit von 5 Std. 16 Minuten brachte ihm Rang 45 ein. Im Spiezathlon wurde er 10., in Schaffhausen 8. und in Locarno erreichte Colella den 9. Schlussrang. Den Thuner Stadtlauf konnte Andi in 41,22 Minuten auf dem12. Rang beenden und in Roseto (Italien) lief Andi als 7. mit einer Zeit von 34 Minuten und 53 Sekunden über 9 Kilometer durchs Ziel. 

Rolf bestritt heuer den Zürichtriathlon, den er als 10. beendete, war in Heilbronn über 1,9 km Schwimmen, 90 km Radfahren und 21 km Laufen als 102. im Ziel in einer Zeit von 6 Std. 2 Minuten, in Zug wurde Kohler als 37. klassiert und in Locarno beendete er den Wettkampf als 26. Alles Gute auf die Saison 2020 den beiden Unverwüstlichen.