Zweimal nein und einmal ja

Die Mitglieder der BDP des Kantons Glarus fassen an ihrer Parteiversammlung die Parolen zu den kommenden Abstimmungen vom 25. November




Nein zur Hornkuh-Initiative 

Fritz Waldvogel und Fridolin Luchsinger, beide Landräte des Kantons Glarus und als Bauern tätig,

stellen die Hornkuh-Initiative vor. Diese soll eine Verfassungsänderung bewirken, um in Zukunft

Landwirtschaftsbetriebe mit Direktzahlungsbeiträgen zu subventionieren, wenn dort wieder mehr

Nutztiere mit Horn vorhanden sind. Die Anwesenden sind zum Teil unentschlossener Meinung,

stellen aber klar, dass eine Annahme der Initiative wieder zu mehr Verletzungen führen und ein

Umverteilungskampf der Subventionsgelder entfachen kann. Die Versammlung fasst darum die Nein-

Parole.

Klares Nein zur Selbstbestimmungsinitiative

„‘Switzerland First‘ könnte man meinen“, sagt Regierungsrat Kaspar Becker. Die Annahme der

Selbstbestimmungsinitiative ist eine Gefahr für unsere Partnerschaften mit dem Rest der Welt, für

unsere Verbindungen in der Wirtschaft sowie vielen anderen internationalen Verbindungen. Einige

Verträge müssten aufgekündigt werden. Die Anwesenden stimmen mit nur einer Enthaltung deutlich

gegen die Initiative.

Ja zur Änderung des Sozialversichungsgesetzes

Eine Observation von möglichen Missständen bei Empfängern der Sozialversicherungsbeiträge sei

notwendig, damit effektiv Betroffene nicht hintergangen werden. „Wer die Schlechten schon, straft

die Guten“, sagt ein Sprichwort. Mathias Vögeli, Gemeindepräsident Glarus Süd, meint sinngemäss:

„Man muss diejenigen schützen, die Hilfe nötig haben.“ Aus diesem Grund wird die

Gesetzesänderung zur Annahme empfohlen.