Zweimal Ruedi Feldmann, Christoph Kamber, Silvio Freitag und Franz Hunold sind die Sieger beim Schlussmatch 300 m in Glarus

Mit dem Schlussmatch auf 300 m wurde bei den Glarner Matchschützen die Saison 2017 am Samstag, 14. Oktober, in Glarus würdig abgeschlossen. Bei angenehmen Temperaturen und fast bei Windstille, aber teilweise grellen Lichtverhältnissen, wurden teilweise ausgezeichnete Resultate erzielt.


In fünf verschiedenen Gewehr-Disziplinen auf 300 m in den 60-Schuss-Meisterschaftsprogrammen wurde nochmals um Titel und Ehren gekämpft. Am Morgen wurde in zwei Ablösungen der Wettkampf Liegend Sportgewehr und Liegend Ordonnanzgewehr geschossen. Am Nachmittag folgte der Wettkampf 3-Stellung Freie Waffe und 2-Stellung Standard- und Ordonnanzgewehr.

Ordonnanzgewehr Liegend

Den Wettkampf der Ordonnanzgewehre im 60-Schuss-Liegendprogramm schossen sieben Schützen mit dem Sturmgewehr 57 und ein Schütze mit dem Karabiner. Einmal mehr zeigte sich die Überlegenheit der «alten» Sturmgewehre und es wurden sehr gute Resultate geschossen. Die Überlegenheit von Ruedi Feldmann in diesem Jahr mit diesem Sportgerät ist unglaublich gut, ob liegend oder kniend. Er schoss ausgezeichnete Passen zwischen 92 und 95 Punkten und siegte schlussendlich klar mit 563 Punkten. Auf dem 2. Rang finden wir den Pistolenschützen Robert Eberle mit 558 Punkten und im 3. Rang ist Stefan Zimmermann mit 556 Punkten.

Sport- und Standardgewehr liegend

Gleich 15 Schützen beteiligten sich mit dem Sport- respektive Standardgewehr bei ihrem Wettkampf im Liegend-Match, der gemäss dem Reglement des internationalen Schiesssportverbandes, aber ohne Final durchgeführt wurde. Die Schützen hatten 60 Minuten Zeit für die 60 Wettkampfschüsse. Der Start gelang gleich zwei Schützen mit dem Punktemaximum von 100 Punkten in der ersten Passe, nämlich Christoph Kamber und Silvio Freitag. Nach der Hälfte des Programms lagen fünf Schützen nur durch 3 Punkte getrennt an der Spitze, Christoph Kamber mit 295, Reni Wiederkehr, Fredi Ronner und Silvio Freitag mit je 293 Punkten sowie Rolf Zweifel mit 292 Punkten. Dahinter war ein Verfolgerfeld mit einem wohl zu grossen Abstand zur Spitze von 6 und mehr Punkten. Leider verpatzte Sepp Gisler die dritte Passe, denn er drehte mächtig auf und mit nur 3 Verlustpunkten in den letzten 30 Schuss war er klar der Mann der zweiten Hälfte. Reni Wiederkehr, Silvio Freitag und Rolf Zweifel verloren gegen den Schluss des Wettkampfs etwas an Boden zur Spitze und landeten alle drei neben dem Podest. An der Spitze konnte Chrtistoph Kamber die Führungsposition bis zum Schluss halten und er gewann den spannenden Liegend-Match mit 588 Punkten, allerdings dicht auf den Fersen war ihm Fredi Ronner, der mit 585 Punkten den 2. Rang erreichte und immer stärker drehte Sepp Gisler auf, der mit einer 100er-Passe noch als Dritter mit 582 Punkten aufs Podest stieg.

Freie Waffe 3-Stellung

Nur gerade die drei Schützen Silvio Freitag, Roly Weyermann und Matthias Simitz schossen das anspruchsvolle Programm der Königsdisziplin der Langwaffen. Silvio konnte seine Kniendstellung nicht richtig finden, denn nur 2-mal 88 Punkte kniend sind für ihn zu wenig. Auch Roly und Matthias konnten nicht reüssieren im Kniendabschnitt. Im liegenden Anschlag mit 96/99 konnte Silvio dann endlich seine Ambitionen markieren. Beim schwierigen, stehenden Teil zum Abschluss mit 79/84 erkämpfte sich Silvio das Gesamtresultat von 534 Punkten und gewann den Wettkampf überlegen vor Roly Weyermann mit 515 und Matthias Simitz mit 512 Punkten.

Standardgewehr 2-Stellung

In dieser Disziplin fehlten einige der Spitzenschützen. (Fredi Ronner, Niklaus Müller und Roger Bissig). Nach dem Liegendteil von 30 Schuss bildete sich ein Trio mit Silvio Freitag 291 Punkte, Franz Hunold mit 290 Punkte und Matthias Simitz mit 289 Punkte. Im Kniendteil erarbeitete dann Franz Hunold bei seinem Comeback nach der langen Verletzungspause in den ersten zwei Passen mit 188 Punkten ein komfortabler Vorsprung und er gewann mit 4 Punkten Vorsprung vor Silvio Freitag mit 559 Punkten. Matthias Simitz erkämpfte sich den 3. Platz mit 551 Punkten.

Ordonnanzgewehr 2-Stellung

Den Wettkampf der Ordonnanzgewehre schossen fünf Schützen. Dabei konnte Ruedi Feldmann von Anfang an seiner Favoritenrolle gerecht werden. Fraglich war einzig die Höhe seines Resultates. Nach dem Liegendteil konnten Stefan Zimmermann und Hansruedi Weber noch einigermassen mit Ruedi mithalten und der Rückstand auf Ruedi mit 282 Punkten betrug lediglich 2 respektive 4 Punkte, aber im Kniendteil drehte Ruedi dann mächtig auf und mit 95 Punkten beendete er den Wettkampf mit dem Gesamttotal von 558 Punkten. Hansruedi Weber landete auf dem 2. Rang und erzielte mit 527 Punkten ebenfalls ein gutes Resultat, aber der Rückstand war schon beträchtlich. Stefan Zimmermann erreichte den 3. Rang mit 513 Punkten.