Zweiter Kranzfestsieg für Daniel Bösch binnen acht Tagen

Nachdem Daniel Bösch vor Wochenfrist das St. Galler Kantonale, verbunden mit dem 100. Kranz gewann, siegte er auch am Schaffhauser Ehrentag überlegen. Bösch gewann alle sechs Gänge, im Schlussgang gegen Jeremy Vollenweider. Die vier teilnehmenden Glarner verpassten einen Kranz.




Da Daniel Bösch unter der Woche auch noch am Baselstädtischen den Kranz gewann, feierte er in Schaffhausen bereits seinen 102. Kranz. Bösch diktierte das Fest von Beginn an und gewann alle sechs Gänge. Zum Auftakt setzte sich Bösch gegen den unbequemen Fabian Kindlimann durch. In der Folge hatten auch Philipp Lehmann, Beda Arztmann, Roman Bickel und Simon Schudel keine Chance. Im Schlussgang wartete Lokalmatador Jeremy Vollenweider. Schon zu Beginn der zweiten Minute setzte sich der Toggenburger mit Kniekehlengriff und anschliessender Bodenarbeit durch. «Obwohl ich gegen ihn schon lange nicht mehr schwang, wusste ich um seine defensiven Stärken. Mein Punktepolster kam mir in dieser Situation sicherlich entgegen», so der Sieger. Bösch wies vor dem finalen Duell 1,25 Punkte Vorsprung auf den defensivstarken Schaffhauser auf. 

Wiler Doppelsieg

Vollenweider stellte zu Beginn gegen Damian Ott. Vier Mal siegte er, so auch im entscheidenden fünften Gang um den Schlussgangeinzug gegen den Glarner Christian Jöhl. Durch die abschliessende Niederlage fiel Vollenweider auf Rang 5a zurück. Dank Marcel Räbsamen feierte der Schwingklub Wil gar einen Doppelsieg am Munot. Der 18-jährige Dachdeckerlehrling gewann schon seinen dritten Saisonkranz und gilt als Aufsteiger der Saison im NOS-Verband. Er führte zur Halbzeit gemeinsam mit Bösch die Rangliste an, nachdem er im dritten Gang Samir Leuppi unerwartet besiegte. «Eigentlich wollte ich nur Daniel Bösch helfen und Leuppi einen Gestellten abringen», so der Überraschungsmann. Nach einem Gestellten mit Philipp Lehmann gewann er im Ausstich wieder beide Duelle.

Kranz Nr. 147 für Forrer

Samir Leuppi belegt punktgleich mit Räbsamen Rang zwei. Fünf Mal blieb der Winterthurer siegreich, so auch zu Beginn gegen Schwingerkönig Arnold Forrer, den er am Boden bezwang. Ein Duell mit Bösch um den Tagessieg lag auf der Hand, ehe der überraschende Taucher gegen Räbsamen folgte. Auch Arnold Forrer gewann wie vor Wochenfrist wieder den Kranz, seine 147. Laufbahn. Nach einer Startniederlage besserte sich Forrer. Er musste in der Folge einzig noch Roman Schnurrenberger ein Unentschieden zugestehen. Auch der dritte Eidgenosse, Fabian Kindlimann, gelangte mit 56,50 Punkten gerade noch in die Kranzränge. Mit bloss drei Eidgenossen war der Schaffhauser Ehrentag eher mässig besetzt.

Jöhl scheiterte im sechsten Gang

Die vier Glarner verpassten in Abwesenheit von Teamleader Roger Rychen einen Kranz. Nahe dran war Christian Jöhl. Der Neo-Molliser verlor zu Beginn gegen Rico Ammann. Mit drei Siegen schaffte sich Jöhl weit nach vorne und schwang gegen Jeremy Vollenweider gar um den Schlussgangeinzug. Er verlor aber nicht bloss dieses Duell, sondern auch zuletzt gegen Christian Rentsch, einen gebürtigen Schaffhauser, der jetzt im Emmental wohnt, womit sich Jöhl mit 56,00 Punkten im Rang 10c wiederfand. Die übrigen Glarner schwangen nicht mehr um Eichenlaub. Sven Schrepfer, Netstal, und Christian Schnyder, Näfels, fanden sich im Rang 19 wieder. Beide konnten zwei Gänge gewinnen, vier verloren sie. Ruedi Tremp, Mollis, gewann ebenfalls zwei Gänge. Mit einem Viertelpunkt weniger und 53,75 Zählern blieb ihm Rang 20a. Da keinem Glarner der Kranzgewinn glückte, kann nicht von einer optimalen Hauptprobe fürs Glarner-Bündner gesprochen werden. Am Pfingstmontag sind dann aber alle Glarner Schwinger im Einsatz und hoffen es besser zu machen als im Munotkanton.