Zwischenfälle mit Rindvieh verhindern

Departement Volkswirtschaft und Inneres • Wegen der Coronavirus-Pandemie zieht es viele Wanderer in ihrer Ferienzeit auf die Glarner Alpen. Angepasstes Verhalten hilft, Zwischenfälle mit Rindvieh zu verhindern.



Die Beratungsstelle für Unfallverhütung in der Landwirtschaft (BUL) hat auf die Sommerferien hin die Kommunikation für die Vermeidung von Zwischenfällen mit Rindvieh verstärkt. Einerseits wurde der Ratgeber zur Unfallverhütung «Rindvieh im Weide- und Wandergebiet» neu aufgelegt. Diese Broschüre liess der Glarner Bauernverband allen Alpbewirtschaftern zukommen, damit sie allfällige Massnahmen zur möglichen Verhinderung von Zwischenfällen treffen können.

Bei vielen Wanderwegen ist ein Auszäunen nicht möglich. Die Beratungsstelle fordert deshalb Touristen auf, sich an folgende drei Regeln zu halten:

  • Distanz halten und auf Warnreaktionen wie Schnauben, Kopfschütteln oder Scharren der Kühe achten.
  • Kälber nicht berühren. Eine Kuhmutter verteidigt ihr Kalb, wenn Personen auf Jungtiere zugehen.
  • Hunde an der Leine führen. Hunde sind aus der Sicht der Kuh ein potentielles Raubtier. Die Präsenz des Wolfes macht das Rindvieh unruhig und angriffslustig.

    Anlauf- und Koordinationsstelle

Die Abteilung Landwirtschaft bietet für alle involvierten Stellen (kantonale Fachstellen, Gemeinden, Tourismusorganisationen usw.) eine Koordinationsstelle an. Aufgabe der Koordinationsstelle ist es, allfällige Vorkommnisse zu sammeln, um bei Bedarf eine situationsgerechte Lösung mit den Direktbetroffenen erarbeiten zu können.
Kontakt: Marco Baltensweiler, Abteilung Landwirtschaft
055 646 66 40 / [email protected]

Der Glarner Bauernverband bietet ab sofort eine Anlaufstelle für die Landwirte an. Ziel dieses Angebotes ist es, den Verantwortlichen für die Rindviehherden telefonisch Auskunft und Beratung anzubieten.
Kontakt: Fritz Waldvogel, Glarner Bauernverband
079 231 52 39 / [email protected]