56. Parlamentarier-Skirennen Braunwald

Knapp 90 amtierende und ehemalige eidgenössische und kantonale Mitglieder der Parlamente, Exekutiven und Judikativen der Ostschweizer Stände sowie der Kantone Schwyz, Tessin und des Fürstentums Liechtenstein tauschten für einmal Anzug und Krawatte gegen Skidress und trafen sich zum jährlichen, bereits traditionellen Ostschweizer Parlamentarier-Skirennen und massen sich in einem fairen Wettkampf um Hundertstel-Sekunden.



Zwar zeigte sich die Sonnenterrasse hoch über dem Alltag für einmal nicht von der schönsten Seite. Nichtsdestotrotz mutierten spätestens im Startraum auf dem Gumen die Parlamentarierinnen und Parlamentarier aller Parteien von links nach rechts zu Skirennfahrerinnen und -rennfahrer. Mit der montierten Startnummer waren sowohl das Corona-Virus wie auch das aktuelle politische Geschehen weit weg. Bei eher diffusen Lichtverhältnissen meisterten sie in souveräner Manier den in zwei Läufen mit jeweils 18 Toren, durch den Leiter der Ski- und Snowboardschule Braunwald, Reto Glarner, fair und flüssig ausgeflaggten Riesenslalom. Unter ihnen mit Startnummer 41 (auch gleich sein Jahrgang), Walter Elmer, alt Landrat. Und bereits kurz nach der Zieldurchfahrt durften sich sämtliche Teilnehmer/-innen über einen feinen, von den Bündner Bergbahnen und dem Ostschweizer Verband der Seilbahnunternehmungen gesponserten «Zielapéro» erfreuen.

Organisiert wurde der kameradschaftliche Anlass durch den Kanton Glarus. Dem OK, bestehend aus alt LR Jacques Marti (OK-Präsident), LR Hans Rudolf Forrer, LR Toni Gisler, LR Hans-Jörg Marti, LR Hans-Heinrich Wichser und dem Kreiskdt. Walter Rhyner ist es trotz den Wetterkapriolen gelungen, den Gästen einen vergnüglichen Tag hoch über dem Alltag zu bieten.

Verbal beste Propaganda für Braunwald gemacht

Beim Apéro in der Chämistube auf dem Grotzenbühl nahm nicht nur Gabriela Herr von Braunwald- Klausenpass Tourismus die Gelegenheit wahr, für Braunwald die Werbetrommel zu rühren, sondern auch Landammann Andrea Bettiga beschäftigte sich sowohl mit der Vergangenheit und der Zukunft des Bergdorfes

Wie ein roter Faden zog sich das dann auch durch das Abendprogramm in der festlich geschmückten Tödihalle, wo sowohl der Gemeindepräsident von Glarus Süd, Mathias Vögeli als auch Landratspräsident Peter Rothlin die Vorzüge der Gross-Gemeinde wie auch den Anfängen des Skisports im Glarnerland huldigten.

Im Anschluss an das ausgezeichnete Essen aus der Küche der REHA-Klinik Braunwald, einem flinken Service wie auch die musikalische Untermalung durch das Trio Wildbach, lüftete ein souverän durch den Abend führender Hans Rudolf Forrer dann mit der Rangverkündigung die Spannung. All das trug wesentlich zum stimmungsvollen Tagesabschluss bei, bei dem an vielen Tischen die politische Aktualität genügend Stoff für Gespräche über geografische und parteipolitische Grenzen hinweg bot.

Appenzell sahnte mächtig ab

Sowohl bei den Frauen als auch bei den Herren schwangen die Vertreterinnen und Vertreter von Appenzell Ausserrhoden obenaus. Astride Bischof stand bei den Damen ebenso zuoberst auf dem Treppchen wie Dölf Alpiger (Kat. Jg. 1970 und älter), welcher Seriensieger Heinz Wittenwiler (SG) und Maurus Tomaschett (GR) in die Schranken wies. Landrat Hansjörg Marti schrammte als Vierter knapp am Podest vorbei. Von der grossen Glarner Delegation schaffte es Landrat Ruedi Schwitter ebenfalls noch in die Top-Ten. Markus Bonderer gewann die Kategorie Jg. 1971 und jüngere. Er wurde auf dem Stockerl flankiert von Walter Grass, GR (2.) und Landrat Toni Gisler (3.).

In der Besetzung Dölf Alpiger, Astride Bischof und Hansruedi Laich holte sich AR auch die Kantonswertung vor St. Gallen und Graubünden.

Als nächster Ausrichter im 2021 ist turnusgemäss Zürich verantwortlich. In welcher Destination der Anlass durchgeführt wird, ist allerdings noch nicht bekannt.