Die strenge Winterzeit hat einiges abverlangt von den Kindern. Das mag nach Überforderung tönen, ihr Drang nach Bewegung hat sie jedoch unbewusst vor kalten Gliedern geschützt. Nicht selten fanden wir unter den schützenden Kleidern verschwitzte, fast zu warme Körper vor. Trotzdem gehören auch mal kalte Hände oder Füsse zum Winteralltag, welche sofort am wärmenden Feuer gewärmt wurden. Wir sind sicher, diese anspruchsvolle Zeit hat ihnen nicht geschadet. Im Gegenteil, es hat sie gestärkt, die Gruppe ist zusammen gewachsen. Ihre anfänglichen Unsicherheiten seit ihrem Eintritt im vergangenen Sommer haben sich längst in Bewegungsroutine verwandelt. Selbstbewusst steigen sie nun auf Baumstrünke, Steinblöcke oder rutschen das steile Waldbord hinunter.
Erfüllte, glückliche Kinder
Vereinzelte Vorboten des Frühlings wecken die Aufmerksamkeit der Kinder. Diese kleinen Erscheinungen erhalten von unseren Kindern enorme Beachtung. Es scheint, dass der Winterkönig langsam aber sicher den Koffer packt und den Frühlingselfen den Platz frei gibt.
Fünf Stunden, einen Tag die Woche, verbringen zwei Waldspielgruppenleiterinnen mit einem Grüppchen von 12 Kindern im Alter von drei bis fünf Jahren draussen in der freien Natur. Bei unwirtlichem Wetter beschert uns eine gespannte Blache über unserem Waldsofa mit dem wärmenden Feuer in der Mitte eine gemütliche Stimmung. Ein wärmendes Mittagessen stärkt die Kinder für den zweiten Teil des Waldtages.
Kurz vor Ende versammeln wir uns zu einem Schlusskreis. Wir dürfen den Wald mit einem Dankeschön verlassen und sind uns bewusst, dass wir nicht einmal die Spielsachen aufräumen müssen. Um 14.00 Uhr liefern wir den Eltern meist erfüllte, glückliche und zufriedene Kinder ab.
Vreni-Schneider-Museum



