Hoher Besuch aus Thailand bei der Mitlödi Textildruck AG

Ende Juni besuchte eine Delegation rund um die thailändische Landwirtschaftsministerin die Mitlödi Textildruck AG. Sie zeigte sich von der langen Textilgeschichte im Kanton, aber auch über die hervorragende Qualität sehr beeindruckt.



Der Textildruck führte die Glarner schon seit langer Zeit in die weite Welt hinaus. So basieren zum Beispiel die Motive der berühmten «Glarnertüechli» auf indischen Vorbildern. Ende Juni kam dann Besuch aus Fernost ins Glarnerland. Eine fünfköpfige Delegation, rund um die thailändische Landwirtschaftsministerin Siriporn Boonchoo, besichtigten die Mitlödi Textildruck AG (früher Seidendruckerei Mitlödi). Der Besitzer Hans Blesi blickte vor dem Rundgang zuerst auf die lange Geschichte der Textilindustrie im Kanton Glarus. Wo früher über 50 Fabriken entlang der Linth und der Sernf Stoffe webten und vor allem auch druckten, sei im Textildruck heute nur noch sein Unternehmen übriggeblieben. «Wir sind aber nicht nur die einzige Textildruckerei dieser Art im Glarnerland, sondern auch der ganzen Schweiz.» Dass die Tradition in Mitlödi weiter am Leben erhalten wird, hat auch direkt mit Blesi selber zu tun. Schliesslich hat er vor gut zehn Jahren die Firma übernommen. «Als gelernter «Textiler» war es mir eine richtige und wichtige Herzensangelegenheit.» Heute beliefert sein Unternehmen vor allem die USA, Asien und natürlich Europa. Neben der ausgezeichneten Qualität und Komplexität der Drucke könne die Druckerei auch mit eigenen Designs auf dem Markt überzeugen. Überrascht zeigte sich die Ministerin, dass bereits jetzt Produkte für die thailändische Nobelmarke Jim Thompson in Mitlödi produziert werden, wie zum Beispiel komplexe und hochwertige Seidenschals.

Ein solcher Schal war es auch, welcher Ministerin Boonchoo überhaupt auf die Firma in Glarus Süd aufmerksam machte. «Auf unserem Flug nach Genf habe ich einen Schal im Flugzeugmagazin entdeckt und wollte wissen wo und wie dieser hergestellt wurde.» So kam sie auf die Mitlödi Textildruck AG, welche den grössten Teil ihrer Stoffe nicht unter dem eigenen Namen verkauft, sondern für andere Firmen ihre Produkte herstellt. Als Blesi weiter ausführte, dass er die Grundstoffe wie Seide vor allem aus China beziehe, räumte die Landwirtschaftsministerin ein, dass auch ihr Land in grossen Mengen und guter Qualität Naturstoffe produziere. Damit er einen Blick darauf werfen könne, lud sie ihn zum Abschluss der eindrücklichen Führung durch den 35-Mann-Betrieb und den spannenden Gesprächen zur grössten Messe für Stoffe in Thailand ein.

*Jürg Huber ist Pressebeauftragter der Glarner Handelskammer