Toller «Netschteler Chrüzmärt 2016»

Traditionell feierte die Netstaler Dorfbevölkerung am vergangenen Donnerstag ihren Kreuzmarkt. Organisiert wird der Anlass vom Verkehrsverein Netstal. Eigentlicher Schmelztiegel war auch in diesem Jahr die «Kaffistubä» des Gemeinnützigen Vereins Netstal. Am Abend vergnügte sich die Bevölkerung in einem der Restaurants bei volkstümlicher Musik und einem vorzüglichen Gämspfefferschmaus.




Ausgesprochenes Wetterglück hatten die Netstaler am vergangenen Donnerstag an ihrem traditionellen Kreuzmarkt. Sie feierten den althergebrachten Brauch wie üblich mit viel Enthusiasmus und in grosser Festlaune. Während auf den Plätzen rund um das Schulhaus sich die Netstaler Schuljugend auf dem Autoscooter oder auf der «Helleri» vergnügte, diente die Mehrzweckhalle als eigentlicher Treffpunkt für Jung und Alt. Der Gemeinnützige Frauenverein Netstal präsentierte in seiner Kaffeestube ein reichhaltiges Dessertbuffet. Ebenfalls in der Mehrzweckhalle versuchten die Kinder ihr Glück bei verschiedenen Spielen, während draussen auf dem südlichen Schulhausplatz die Kleinsten der Kleinen auf der traditionellen «Helleri» unermüdlich Runden drehten. Die grösseren Knaben und Mädchen probten am Schiesstand ihre Zielgenauigkeit, indessen die anwesenden Marktfahrer wie in früheren Zeiten allerlei Krimskrams den Marktbesuchern anboten. Ein erfreulicher Aspekt am Rande: In den letzten Jahren hat es sich vermehrt eingebürgert, dass sich ehemalige Schüler aus Netstal zu einem fröhlichen Klassentreffen finden. In diesem Jahr waren es die Jahrgänge 1945, 1948 und 1950. Eine tolle Idee, die hoffentlich Schule macht.

Volkstümlicher «Chrüzmärt»-Abend


Der «Chrüzmärt»-Abend ist jeweils wie üblich für die Erwachsenen reserviert. Es ist zwar nicht mehr wie in früheren Jahren, wo praktisch in allen Restaurants das Tanzbein geschwungen werden konnte, aber immerhin bemühen sich noch einige Netstaler Gastwirte, allen voran der «Bären Frigg», dass der «Chrüzmärt-Tanz» auch künftig aufrechterhalten wird. Geblieben ist die Tradition, dass just am «Chrüzmärt» viele Netstaler ein erstes Mal in einem der Restaurants frischen Gämspfeffer aus der diesjährigen Jagd geniessen konnten. Von dieser Möglichkeit machte auch der Gemeinderat Glarus in corpore Gebrauch. Er hat auch in diesem Jahr einer weiteren Tradition folgend ihre ehemaligen Amtskollegen aus Netstal zu einem währschaften Gämspfeffer eingeladen. In diesem Zusammenhang ist aus sehr gut unterrichteten Kreisen zu erfahren, dass der «Bären»-Gämspfeffer samt Beilagen unserer Obrigkeit aus Glarus in diesem Jahr speziell geschmeckt haben soll! Jedenfalls sollen weitere Gämspeffer-Treffen in den kommenden Jahren gesichert sein!