Unterschiedliche Menschen begegneten einander

Erstmals begrüsste die Gemeinde Glarus Jungbürgerinnen und Jungbürger, neu zugezogene, neu eingebürgerte sowie ehrenamtlich tätige Personen gemeinsam an einer Veranstaltung.




«Es gibt einen guten Anlass heute», versprach Moderator Florian Landolt, Redaktor von TV Südostschweiz, am vergangenen Samstagabend im «Schützenhaus» Glarus. Und er sollte Recht behalten: Unter dem Motto «Glarus begrüsst alle» lud die Gemeinde erstmals Jungbürger, neu zugezogene und neu eingebürgerte Personen sowie Ehrenamtliche gemeinsam zu einem Generationenanlass ein. Rund 180 kamen – und erlebten einen unbeschwerten Abend voller Begegnungen, kulinarischen Genüssen und Unterhaltung.

Auch Vereine stellten sich vor

Der Anlass begann um 17 Uhr mit einem Marktplatz samt Apéro riche vor dem «Schützenhaus», in welchem sich verschiedene Vereine vorstellten und mit den Anwesenden ins Gespräch kamen. Neben den Dachvereinen der vier Orte und der Gemeinde waren auch Musikvereine und Samariter vertreten. Laut Beat Stüssi von Glarus Service zeigten sich die Gäste sehr interessiert.

Um 19 Uhr ging es im heissen Saal weiter. In durchmischten Gruppen sass man nun generationenübergreifend an den gedeckten Tischen. Gemeindepräsident Christian Marti freute sich in seiner Ansprache über das grosse Interesse. Die Gemeinsamkeit der geladenen Gäste sei schnell gefunden: «Für alle hat ein neuer Lebensabschnitt begonnen.»

Er gratulierte den etwas mehr als ein Dutzend Jungbürgerinnen und Jungbürgern mit dem Appell, sich auch politisch zu engagieren. Die Neuzuzüger bestärkten die Gemeinde in der täglichen Arbeit, dass Glarus «als attraktiver Wohn- und Lebensraum wahrgenommen wird und Leute dazu bewegt, ihren Lebensmittelpunkt hierhin zu verlagern». Einbürgerungen wiederum seien ein politischer Prozess, der mit vielen Anforderungen und Hürden verbunden sei. Christian Marti gratulierte den neu eingebürgerten Personen und dankte dem Einbürgerungsrat sowie der Fachstelle Integration. Ebenso dankte er den Ehrenamtlichen, die sich zum Beispiel im Bereich Lesementoring engagierten.

Gelegenheit für persönliche Gespräche nutzen

«Dank den grossen Veränderungen der Gemeindefusion können wir viele der gestiegenen Anforderungen an eine Gemeinde gemeinsam meistern und der Bevölkerung wie auch der Wirtschaft dienen», so der Präsident. Dass durch die erreichte Grösse der Gemeinde manches auch komplizierter und entfernter geworden sei, wolle er trotz aller Anstrengungen nicht leugnen. «Nutzen Sie deshalb die Gelegenheit heute Abend, die anwesenden Vertreter der Gemeinde persönlich kennenzulernen.» Der Anlass solle vor allem Menschen vereinen, Bekanntschaften ermöglichen und spannende Gespräche mit sich bringen.

Ungezwungen ging es weiter mit kulinarischen Genüssen sowie Showeinlagen der jungen Truppe «Quadr-Äffchen», die bereits am Marktplatz aufgetreten war. Jessica Schnelle und Sibylle Sutter von der Generationenakademie – einem Netzwerk für Generationenprojekte auf Initiative des Migros Kulturprozents – würdigten in einer kurzen Rede schliesslich den Anlass: «Was hier passiert, ist grossartig. Danke, Glarus.»

Weiter ausbauen

Organisiert hatte «Glarus begrüsst alle» ein OK unter Federführung von Urs Brugger, Leiter der Fachstelle Generationen der Gemeinde Glarus. Auch er zeigte sich sehr zufrieden: «Es ist uns gelungen, gesamthaft mehr Menschen zu bewegen, den Anlass zu besuchen. Alle Gruppen haben sich angesprochen gefühlt und sind gekommen. Auch das Integrieren ausländischer Mitbürger ist uns gelungen.» Durch die Vermischung der Gäste im Saal und die lockere Unterhaltung am Marktplatz seien angeregte Gespräche entstanden «von Menschen, die sonst vielleicht wenig gemeinsamen Hintergrund haben». So habe er am Schluss durchgehend positive Kommentare entgegennehmen dürfen.

Die Veranstaltung soll denn auch weiter ausgebaut und gemäss Christian Marti «mittelfristig zu einem Gemeindefest werden».