Auch der Bau kommt an der Digitalen Revolution nicht vorbei

Am zweiten Innovations-Apéro informierte Thomas Glättli von Bauen digital Schweiz über die vielseitigen Möglichkeiten und Chancen der Digitalisierung im Bauwesen.




Auf dem Bau haben sich gewisse Abläufe und Techniken seit vielen Jahrzehnten teilweise eher Jahrhunderten kaum verändert, erklärte Christian Zehnder, Wirtschaftsförderer des Kantons Glarus, als provokative Einleitung zum zweiten Innovations-Apéro in der lintharena Näfels. «Insbesonders wenn man es mit dem sich ständig verändernden Automatismus in der Industrie vergleicht.» Dass das Bauwesen vor einer ähnlichen Umstrukturierung stehen könnte, schilderte im Anschluss der Referent Thomas Glättli, Co-Geschäftsführer Bauen Digital Schweiz. «Mit der Building-Information-Modeling(BIM)-Methode können in Zukunft viele Fehler vermieden und so grundsätzlich effizienter gebaut werden.» Mit einem offenen Format könnten hier die einzelnen Unternehmen sowie Architekt und Bauherren bereits im Vorfeld miteinander das Gebäude digital erstellen und Fehler und Konflikte frühzeitig erkennen und beheben. Die Möglichkeit, das Gebäude im Vorfeld virtuell begehen zu können, biete zahlreiche Chancen für Bauherr oder auch Käufer/ Mieter zu wesentlichen Korrekturen der bereits vorhandenen Pläne. Glättli sei es zwar klar, dass die Umstellung auf BIM gerade für mittlere und vor allem kleinere Unternehmer sicher nicht einfach sein werde. «Versuchen Sie es in kleinen Schritten, aber konsequent umzusetzen, es wird sich für Sie lohnen.» Während des abschliessenden Apéros wurden die Inputs von den geladenen Gästen der Glarner Handelskammer und dem Gewerbeverbands des Kantons Glarus rege diskutiert.

*Jürg Huber ist Pressebeauftragter der Glarner Handelskammer